Was kostet Öffentlichkeitsarbeit für eine Feuerwehr?

Die Frage nach den Kosten kommt fast immer zuletzt – dabei entscheidet sie oft darüber, ob Öffentlichkeitsarbeit überhaupt angegangen wird. Eine ehrliche Einordnung, was sie umfasst und wovon der Preis abhängt.

Was Öffentlichkeitsarbeit überhaupt umfasst

Der Begriff wird sehr unterschiedlich verwendet. In der Praxis stecken meist vier Bereiche dahinter, die getrennt betrachtet werden sollten:

  • die laufende Kommunikation – Beiträge, Termine, Berichte
  • die Pressearbeit – Meldungen, Anfragen, Kontakte
  • Material und Gestaltung – Bilder, Filme, Drucksachen
  • die Krisen- und Einsatzkommunikation

Kaum eine Wehr braucht alles auf einmal. Die Kostenfrage wird deutlich einfacher, wenn zuerst festgelegt wird, welcher Bereich drückt.

Drei Wege im Vergleich

Alles selbst machen. Kostet kein Geld, aber Zeit – und die ist im Ehrenamt die knappste Ressource. Funktioniert gut, wenn jemand im Team Freude daran hat und bleibt. Das Risiko liegt in der Abhängigkeit von einzelnen Personen.

Sich schulen lassen. Einmalige Investition, danach läuft es intern. Der übliche Weg für Wehren, die Kontinuität wollen, ohne dauerhaft Budget zu binden. Sinnvoll, wenn Menschen da sind, die es machen wollen, aber nicht wissen wie.

Betreuung abgeben. Läuft verlässlich, kostet dafür regelmäßig. Sinnvoll bei größeren Organisationen, Werkfeuerwehren oder wenn die Kommunikation nach außen professionell wirken muss.

In der Praxis mischen sich diese Wege: Schulung für die Grundlagen, Unterstützung bei Kampagnen, Eigenleistung im Alltag.

Woran sich Kosten bemessen

Bei Seminaren: Format, Dauer und Teilnehmerzahl. Ein Abendwebinar online liegt deutlich unter einem zweitägigen Seminar vor Ort mit individueller Vorbereitung.

Bei laufender Betreuung: Anzahl der Kanäle, Frequenz und die Frage, wie viel Material Ihr selbst liefert. Wer Bilder und Anlässe zuliefert, zahlt weniger als wer alles produzieren lässt.

Bei Projekten wie Webseiten oder Kampagnen: Umfang und Anzahl der Abstimmungsschleifen. Der häufigste Kostentreiber ist nicht die Gestaltung, sondern unklare Zielsetzung zu Beginn.

Aktuelle Preise für unsere Seminarformate findet Ihr in der Veritas Medien Academy.

Was Förderungen und Fördervereine übernehmen können

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Vieles lässt sich über andere Töpfe finanzieren als den Wehretat. Fördervereine übernehmen regelmäßig Schulungen oder Gestaltungskosten. Kommunen beteiligen sich, wenn die Maßnahme der Nachwuchsgewinnung dient. Und für Projekte zur Bevölkerungsinformation gibt es je nach Land eigene Programme.

Es lohnt sich, die Frage nach der Finanzierung nicht erst am Ende zu stellen, sondern vor der Angebotseinholung – sie verändert oft den Zuschnitt der Maßnahme.

Woran Ihr ein unpassendes Angebot erkennt

  • Es beginnt mit Kanälen und Maßnahmen statt mit Eurem Ziel
  • Es verspricht Reichweite als Ergebnis – Reichweite ist kein Ergebnis
  • Es enthält keine Aussage dazu, was Ihr selbst beisteuern müsst
  • Es kennt die Besonderheiten von Feuerwehr und BOS nicht: Freigabewege, Bildrechte, Ehrenamt
  • Es lässt offen, was nach dem Projektende passiert

Der letzte Punkt ist der wichtigste. Eine gute Zusammenarbeit macht Euch handlungsfähiger, nicht abhängiger.

Fazit

Was Öffentlichkeitsarbeit kostet, hängt weniger vom Anbieter ab als von der Frage, was Ihr selbst leisten wollt und könnt. Für die meisten Wehren ist eine Schulung mit anschließender Eigenleistung der wirtschaftlichste Weg – vorausgesetzt, es gibt Menschen, die es übernehmen.

Welcher Weg zu Eurer Organisation passt, klären wir gern vorab in einem Gespräch. Zum Einstieg eignen sich unsere Seminare, für die strategische Grundlage die Beratung und Konzeption.

Herausfinden, was zu Euch passt

In einem kurzen Gespräch klären wir, ob Schulung, Begleitung oder Betreuung der wirtschaftlichste Weg für Eure Organisation ist.
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